Nistkasten und Nisthilfe für Gartenrotschwanz, Hausrotschwanz
Bei den Rotschwänzen unterscheidet man zwischen dem Hausrotschwanz und dem sehr seltenen Gartenrotschwanz. Beide sind Nischenbrüter.

Der Gartenrotschwanz benötigt einen sehr speziellen Brutkasten. Dieser muss ein schräges, nach vorn und den Seiten deutlich überhängendes Dach besitzen. Bei einer Dachflächengröße von 27 x 35 cm, sollte die Grundfläche des Kastens etwa 11 x 14 cm betragen. Das Dach ist also deutlich größer. Das dient der Verdunklung.

Eine weitere Besonderheit ist, dass auf das Anflugloch den gesamten Tag keine Sonne scheinen darf. Am besten wird also das Loch nach Norden ausgerichtet. Das Einflugloch darf nicht rund, sondern muss oval oder eckig sein. Bewährt hat sich eine Größe von etwa 32 mm Breite und 48 mm Höhe. Wenn das Einflugloch nicht größer als 35 mm ist, ist dem Nistplatzkonkurrenten Star der Zugang verwehrt.

Der Gartenrotschwanz kehrt erst sehr spät aus seinem Winterquartier zurück. Das hat zur Folge, dass die meisten Nistkästen dann schon besetzt sind. Wer also einem Gartenrotschwanz das Brüten ermöglichen möchte, darf seine Bruthöhle erst ab dem 25. April aufhängen.

Der Hausrotschwanz ist nicht ganz so wählerisch. Er nimmt auch hin und wieder eine Halbhöhle an. Genau wie die Nisthöhle des Gartenrotschwanzes ist aber auch die Halbhöhle sehr durch Katzen bedroht. Das Anbringen von Katzenabwehrgürteln ist deshalb ratsam. Wenn man die Höhle an einer Wand oder Mauer befestigt, muss darauf geachtet werden, dass sie hoch genug hängt und nicht zu dicht unter einem Dach, von welchem aus Katzen „angeln“ könnten. Räuberische Vögel können dann aber immer noch gut ans innere der Halbhöhle gelangen.

Nistkästen für Rotschwänzchen kann man kaufen oder aber selbst bauen. Anleitungen findet man im Internet oder bei Naturschutzbehörden.

(MaKo)

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